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Christian Pabst

Geigenbaumeister Dipl. Designer (FH)

Wie bei so vielen beginnt mein Lebenslauf dort, wo ich das Handwerk des Geigenbaus erlernt habe.

Der Wunsch, Menschen den Traum zu erfüllen, Besitzer ihres eigenen Instruments zu werden, wird dabei konstant von der Idee begleitet, eine Komposition aus Historie, Tradition und Moderne in der sinnlichen Erfahrung des Geigespielens zu verbinden.

Nach meiner dreijährigen Lehre in Markneukirchen, konnte ich 1993 mittels verschiedener Praktika in Geigen-, Bogen- und Restaurierungswerkstätten erste Arbeitserfahrungen sammeln. Nach Arbeitsstationen in Bubenreuth, London und Bristol, zog es mich 1996 dann erneut in die Lehre; dieses Mal an die Westsächsische Hochschule Zwickau, dem Studium zum Diplom- Designer (FH) für Geigenbau. In diese Zeit fallen auch die für mich sehr wichtigen Arbeitsaufenthalte bei Florian Leonhard (London) und Pierre Chaubert (Füssen).

Besonders angetan war ich immer von der Idee, im Ausland zu arbeiten. So kam es auch, dass es mich nach Abschluss meines Studiums und dem Erhalt meines Meisterbriefes zunächst für fünf Jahre nach Italien zog. Zwei Jahre lang habe ich in der Werkstatt „CarlsonCacciatoriNeumann“ in Cremona mein Handwerk ausüben dürfen. Hier war es auch, wo ich meine erste eigene Werkstatt eröffnete. Weiterhin bot sich mir die Möglichkeit, in dieser Zeit mit Francesco Toto in Cremona zu arbeiten.

Nach meinem erneuten Umzug 2005 nach Deutschland arbeitete ich erst in Aub (Nähe Würzburg), bevor ich 2007 nach Würzburg zog, um dort meine Werkstatt zu etablieren. Mit der Eröffnung meiner Werkstatträume in der Semmelstrasse in Würzburg 2010 hat sich der historische Instrumentenbau als Schwerpunkt meiner Arbeit zunehmend herauskristallisiert. Die symbiotische Verbindung von historischen Komponenten mit der modernen Handwerkstechnik konnte ich seither durch das Unterrichten an der „Westsächsischen Hochschule Zwickau“ im Studiengang Musikinstrumentenbau konstant ausbauen. Um eben jene Verbindung zwischen Theorie und Praxis zu halten, biete ich nicht zuletzt regelmäßig im Rahmen von Workshops auf Burg Rothenfels die Arbeitsweisen des Geigenbaus mit traditionellen Werkzeugen an.

Neben meinem lokalen Engagement, begleitet mich das Interesse an einem Austausch bezüglich der Techniken des Geigenbaus. So durfte ich bereits auf Veranstaltungen in Portugal oder dem Iran über meine praktischen Kenntnisse des Baus barocker Instrumente referieren.

 

Meine Inspiration

Musikinstrumentenbau ist eine gelungene Mischung aus traditionellem Handwerk, Forschen und Suchen nach neuem und alten Wissen und die Auseinandersetzung mit der sinnlichen Erfahrung des Hörens.